Guttage statt Plus-Stunden (am Beispiel 40-Std-Woche)
In Deutschland üblich ist eine 5-Tage-Woche. Wird an einem Wochenend-Tag oder an einem Feiertag zusätzlich gearbeitet, so können im Dienstplan-Programm entweder die zusätzlichen Stunden in den Stundensaldo einfliessen oder ein GUTTAG (mit den evtl. geleisteten Minder-/Mehrstunden) vermerkt werden.
Wird z.B. an einem Feiertag 9,5 Stunden gearbeitet, so werden 1,0 GUTTAG und zusätzlich 01:30 Stunden gespeichert. Der GUTTAG wird als GUTTAGE-Saldo in die nächste Woche übernommen (separater Saldo neben dem Stundensaldo). Häufige Argumentation ist, dass für diesen zusätzlich gearbeiteten Tag ein „Anspruch“ auf einen freien Tag besteht, während dies bei angesammelten 8 Stunden ja nicht zwingend der Fall ist.
Sollen z.B. 8 Stunden abgebaut werden, so ist anstelle eines konkreten Arbeitstages „Frei“, „Ausgang“ oder „Überstunden-Abbau“ zu buchen, damit der Stundensaldo um die Stunden abgebaut wird.
Bei Ansammlung von GUTTAGEN kann dieser GUTTAGE-Saldo nur durch die Fehlzeit „(genommenen) GUTTAG“ reduziert werden. Damit aber der Stunden-Saldo der Woche nicht um die Stunden dieses Tages verringert wird, werden intern die Soll-Tagesstunden vermerkt z.B. 8 Std (wie bei Urlaub, Krank..)
Im Dienstplan, im AN-Einzelnachweis etc. zählen natürlich nur die tatsächlichen Stunden, die am üblicherweise freien Tag gearbeitet wurden und werden mit Arbeitsanfang/-ende, Arbeits- und Pausenzeit dokumentiert – unabhängig davon, ob Stunden bzw. Tage gutgeschrieben werden. An dem später folgenden freien Tag werden dann logischerweise KEINE Zeiten/Stunden ausgewiesen, da der AN ja auch nicht im Unternehmen tätig war.
Noch ein Beispiel zu Verdeutlichung :
Ein AN arbeitet im ersten Monat (20 Arbeitstage) zusätzlich an 3 Wochenend-Tagen seine Soll-Tages-Arbeitszeit von 8 Std. Damit baut er in diesem Monat 24 Stunden (oder 3 Guttage) auf, also insgesamt 160 Std + 24 Std = 184 Std.
Im nächsten Monat (22 Arbeitstage) baut er 16 Std (oder 2 Guttage) ab. Somit beträgt seine Arbeitszeit für diesen Monat nicht 176 Std, sondern nur 160 Std. Es bleiben also insgesamt 8 Gutstunden (oder 1 Guttag).
GUTTAGE
Erläuterung der Guttage-Logik: Wochenend-/Feiertagsarbeit erzeugt einen Guttag statt Plus-Stunden – mit Beispielen zur Trennung von Stunden- und Guttage-Saldo.
